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Gemeiner Wert

Der Begriff des "Gemeinen Werts" wird im Bewertungsgesetz definiert (§ 9 BewG). Danach wird der "Gemeine Wert" durch den Preis bestimmt, der im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach der Beschaffenheit eines Wirtschaftsgutes bei einer Veräu­ßerung zu erzielen wäre.

Dabei sind mit Ausnahme von ungewöhnlichen oder persönlichen Verhältnissen alle Umstände zu berücksichtigen, die den Preis beeinflussen. Diese Definition entspricht in etwa der Definition des Verkehrswertes nach § 194 BauGB.

Je nach Bewertungszweck sind unterschiedliche Bewertungsverfahren zu berücksich­tigen. Als Bemessungsgrundlage für die Grundsteuer gilt der Einheitswert, der auf der Grundlage eines Hauptfeststellungszeitpunktes (derzeit immer noch 1935 bzw. 1964) zu ermitteln ist. Die Regelungen ergeben sich im Einzelnen aus den §§ 18 bis 94, 122 und 125 bis 132.

Sollte eine Bewertung zu Zwecken der Festsetzung einer Grunderwerbsteuer notwendig sein, gilt seit 01.01.1997 der Grundbesitzwert. Dieser war auch für Bewertungen nach der Erbschaftsteuer bis 31.12.2008 heranzuziehen. Der Wert unbebauter Grundstücke bemisst sich hier nach dem Bodenrichtwert abzüglich 20 %. Für bebaute Grundstücke ist das 12,5-fache der zum Besteuerungszeitpunkt vereinbarten Jahresmiete, vermindert um eine Wertminderung wegen Alters anzusetzen (höchstens 25 Prozent).

Als Bemessungsgrundlage für die Erbschaftsteuer wird ab dem 01.01.2009 der "Gemeine Wert" nach den §§ 179 und 182 bis 196 des Bewertungsgesetzes berechnet. Diese Bewertungsvorschriften entsprechen in etwa denen der ImmoWertV, enthalten allerdings zum Zweck der Vereinfachung der Bewertung feste Pauschalansätze. Steuerpflichtige können, gestützt auf § 198 BewG, einen geringeren Wert nachweisen, der nach den Vorschriften der ImmoWertV zu ermitteln ist und dem Verkehrswert im Sinne des § 194 BauGB entspricht.

Quelle: Immobilien-Fachwissen - Das Online Lexikon der Immobilienwirtschaft - © Grabener Verlag GmbH, Kiel