Recognized European Valuer. TEGoVA, The European Group of Valuers Associations and b.v.s., Bundesverband öffentlich bestellter und vereidigter sowie qualifizierter Sachverständiger certified that Rolf Schubert has met all the requirements stipulated in the Recognition Document, is admitted to use this title
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Mindestwert

Der Mindestwert spielt bei der Ermittlung von Einheitswerten und Grundbesitzwerten eine Rolle. Rechtsgrundlage ist in beiden Fällen das Bewertungsgesetz. Bei der Feststellung des Einheitswerts darf der für ein bebautes Grundstück anzusetzende Wert nicht geringer sein als der Wert, mit dem der Grund und Boden ohne Bebauung bewertet werden müsste (§ 77 BewG). Ist er geringer, muss der höhere Mindestwert als Bemessungsgrundlage angesetzt werden. Von diesem Mindestwert können allerdings die Kosten des Abbruchs der Gebäude abgezogen werden, wenn ein Abbruch des Gebäudes oder von Gebäudeteilen erforderlich ist.

Ähnliches gilt für die sog. "Bedarfsbewertung", die im Zusammenhang mit der Veranlagung zur Erbschaft- und Schenkungsteuer vorzunehmen ist und zum sog. "Grundbesitzwert" führt. Auch hier darf bei bebauten Grundstücken der anzusetzende Wert nicht geringer sein als der, der sich bei einer Bewertung allein des Grund und Bodens ergäbe (§ 146 Abs. 6 BewG). Allerdings ist dem Grundstückseigentümer die Möglichkeit des Nachweises eines etwa niedrigeren Wertes eingeräumt. Der Nachweis kann durch ein Sachverständigengutachten geführt werden. Das Finanzamt selbst orientiert sich an dem zutreffenden Bodenrichtwert des Gutachterausschusses und zieht hiervon 20 % ab. Für die Ermittlung des Grundbesitzwertes gelten die Wertverhältnisse zum 1. Januar 1996. Die Regelungen gelten – nach einer ersten Hinausschiebung des Verfallsdatums vom 31.12.2001 – bis 31. 12. 2006.

Mit der Erbschaftssteuerreform gelten diese Regeln ab 2009 nicht mehr.

Quelle: Immobilien-Fachwissen - Das Online Lexikon der Immobilienwirtschaft - © Grabener Verlag GmbH, Kiel